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Schützenfest 2012

Die Vögel für Schützenfeste müssen seit einigen Jahren nach neuen Sicherheitsvorschriften gebaut werden. Da kann es viele Überraschungen geben. Man sieht es den Holzvögeln nicht an, wann sie fallen.

So war es in Dörenthe am Himmelfahrtstag, als sich die Mitglieder des Bürgerschützen- und Heimatvereins von 1927 trafen, um einen neuen Kaiser und König zu küren. Auf der Schießanlage an der Fürstenberger Straße verfolgten viele Zuschauer das Spektakel. „Wir sind hier, um Freunde zu treffen, ein Bierchen zu trinken und Spaß zu haben“, äußerte sich ein Grüppchen gut gelaunter Besucher auf dem Festplatz.

Das Kaiserschießen im Jahr des 85. Vereinsjubiläums ging recht flott zu Ende, denn Anton Feldmann ließ schon mit dem 291. Schuss den hölzernen Vogel zu Boden stürzen. Der Nachfolger von Peter Nietiet wird mit Kaiserin Ria Feldmann die nächsten fünf Jahre die Kaiserwürde tragen und den Verein repräsentieren. Viele Auftritte bei anderen Vereinen und Festen stehen dem Paar bevor.

Nachdem ein neuer Vogel in luftiger Höhe prangte, traten die Schützen wieder an das Gewehr, um Sven Leewe die Königswürde zu entreißen. Das dauerte länger, ehe Martin Engelbert mit dem 605. Schuss als neuer König feststand. Er wird gemeinsam mit seiner Ehefrau Dagmar regieren.

Nachdem zwölf Paare für den Hofstaat ausgewählt waren, folgte auf dem Festplatz die Proklamation der Majestäten. Oberst Peter Berg, der Vereinsvorsitzende Matthias Beermann und Klaus Bäumer halfen beim Wechsel der schweren Schützenketten und der glitzernden Krönchen für die Damen.

An der Seite des neuen Jungschützenkönigs Matteo Dassman wird Marcella Meyer den Nachwuchs würdig vertreten. Unter dem Beifall der Zuschauer zogen die neuen Würdenträger mit musikalischer Unterstützung der Feuerwehrkapelle Riesenbeck in das Festzelt ein. Fahnenschwenken und Jubel begleiteten die Ehrentänze, ehe die große Party mit DJ Case begann.

Am Samstag folgt am Nachmittag das Kinderschützenfest, abends steigt eine große Sommernachtsparty mit der Diskothek Vision Mobile. Am Sonntag treten alle Schützenbrüder und -schwestern um 15.30 Uhr wieder auf dem Platz an; abends spielt die Band „Skyfire“ zum Festball auf.

Das Tragen der Uniform oder die Parade durch das Dorf – beides stellt für die Dörenther Schützen kein sinnentleertes Ritual dar. Es sei ein stolzes Zeichen für den Zusammenhalt der Bürger, sagte Matthias Beermann bei der Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder. Im überschaubaren Rahmen der Dorfgemeinschaft übernähmen die Schützen Verantwortung und trügen zur Pflege des Brauchtums bei, so der Vorsitzende.

Der Verein war 1927 zum Schutz der Gemeinschaft vor vielfältigen Bedrohungen gegründet worden. Militärische Mittel seien heute nicht mehr vonnöten, gleichwohl bildeten Gemeinsinn und Heimatliebe heute noch ein stabiles Fundament für die Aktivitäten des Vereins. Beermann dankte allen, die zum Gelingen des viertägigen Festes beigetragen haben. „Das macht man nicht so nebenbei, da steckt eine Menge Arbeit dahinter“, betonte er. Am Freitagabend waren viele Gäste zum Heimatabend gekommen.

Begleitet von der Pferde-Eskorte auf blank gestriegelten Friesen-Pferden, geritten von Michael Beermann, Michael Löpmeier und Carsten Welp holten die Schützen ihren neuen Kaiser und König aus. Auf dem Festplatz traten die neuen Majestäten mit ihrem Hofstaat an, um den geehrten Mitgliedern Beifall zu spenden.

Die Feuerwehrkapelle Riesenbeck bot dazu den stilvollen musikalischen Rahmen. Bei den Ehrentänzen im geschmückten Festzelt machten das Kaiserpaar Anton und Ria Feldmann, König Martin Engelbert mit Ehefrau Dagmar, Jungschützenkönig Matteo Dassmann mit Marcella Meyer sowie das Kinderschützenpaar Jannik Welp und Jana Klaus eine gute Figur. Die Band Skyfire aus Mettingen spielte anschließend zum Tanz für alle auf.

Ehrungen: 25 Jahre: Christoph Greiwe, Helmut Lücke, Bertram Oechtering, Frank Rolf, Horst Schleyer, Helmut Storkamp, Thomas Welp.

40 Jahre: Paul Ahmann, Robert Berkemeier, Gerhard Dankau, Laurenz Herkenhoff, Günter Kinzel, Rudi Schäfer.

50 Jahre: Helmut Borgert, Herbert Engelbert, Norbert Engelbert, Werner Middendorf, Siegfried Stein, Hermann te Poel.

60 Jahre: Josef Löpmeier I, Josef Löpmeier II, August Steuter.

Ehrenmitglieder (über 65 Jahre alt und 40 Jahre im Verein): Hartmut Rehkopf, Günter Kinzel und Rudi Schäfer.

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