Die Geschichte
Frühe urkundliche Erwähnungen der ehemaligen Ibbenbürener Bauerschaft Dörenthe (von Josef Bröker)
Der heutige Ibbenbürener Ortsteil Dörenthe umfasste im Mittelalter drei Bauerschaften: Krukenheim, Krude und Dörenthe. Während der Name Krude noch in den Hofnamen Schulte - Krude und Krüer erhalten geblieben ist, verblasste der Name Krukenheim im Laufe der Geschichte so sehr, dass er heute kaum noch bekannt ist. Dagegen setzte sich der Ortsname Dörenthe, der ursprünglich nur eine Bauerschaft bezeichnete, in der frühen Neuzeit für das heute allen bekannte Gebiet der Ortschaft Dörenthe durch. Wie bedeutsam diese große Bauerschaft damals war, zeigt sich daran, dass die Bauern von Lehen stets unter Dörenthe aufgelistet wurden.
Die älteste Erwähnung von Dörenthe ( Thurneze ) stammt aus einem undatierten Heberegister der Fürstabtei Herford und wird allgemein um das Jahr 1200 angesetzt.
Aus dieser Schrift erfahren wir lediglich, dass die Abtei Herford in "Thurneze" Besitzungen hatte, von denen sie Abgaben bezog. Der Name des Hofes bleibt unerwähnt.
Erst 1383 wird zum ersten Mal ein Hof Dörenthe namentlich erwähnt: "Tassen hus to Gherdingh to Dorenthe" ( Hof Gerdemann, heute Wehmeyer) und ab 1417 treten die Namen von Dörenther Bauern u.a. in ihrer Eigenschaft als Kirchräte der Mauritius Pfarrkirche zu Ibbenbüren urkundlich in Erscheinung. Die Bauerschaft Krukenheim wird erstmals im Jahre 1249 erwähnt. "villa Crukenhem sita in parrochia Ybbenbüren" (Krukenheim im Kirchspiel Ibbenbüren)
Knapp 100 Jahre später tritt Krukenheim letztmalig urkundlich in Erscheinung. In einem Rechtsstreit des Grafen von Tecklenburg mit dem Pfarrer zu Ibbenbüren, gibt der Graf der Kirche zu Ibbenbüren u.a. ein "hus to Crukenhem" zurück. Dieser Hof, der der Kirche zu Ibbenbüren gehörte, ist eindeutig zu bestimmen: es ist der Hof Loismann in Dörenthe.
Neben Krukenheim wird 1249 auch die Bauerschaft Krude erstmalig erwähnt. Schließlich wird 1373 von "Hermans hus tho Krude" berichtet. Danach taucht dieser Bauerschaftsname nicht mehr auf und wird durch Dörenthe ersetzt.
Danach werden Bauern und Höfe aus Dörenthe kontinuierlich in Urkunden, Abgaberegistern, Vermessungsregistern und vor allem in den Domänenrechnungen der Rentmeister genannt.
